Manchmal braucht man eine Pause. Eine Auszeit. Mit netten Menschen, gutem Essen und frischer Luft. Mit gemütlichem Frühstück und Ladenbummel. Deshalb fahre ich meine Freundin Cathrin in Hamburg besuchen. Um mal ein wenig Ruhe zu bekommen und einen Tapetenwechsel, um bei ihr Kleiderschränke auszumisten, zu brunchen und zu renovieren. Auf bald
I amsterdam
Passend zur Thronübergabe von Beatrix an Willem-Alexander, kommt hier endlich mein Amsterdam Reisebericht.
Einige warten schon viel zu lange auf diesen Post und ich habe mir tatsächlich zu lange Zeit gelassen. Mit Erschrecken habe ich festgestellt, dass es schon einen Monat her ist.
Am 22. März ging es morgens von Köln aus los. Im Zug teilten wir uns einen 4er mit 2/6 einer kleinen Paar-Reisegruppe. Lustigerweise kamen die aus der Pfalz, aus der gleichen Ecke, in der auch meine Mama wohnt. Ein lustiges Volk, die Pfälzer.
Am Bahnhof in Amsterdam empfing uns ein kalter Wind. Kein gutes Omen. Also schnell ein 48 Stunden ÖPNV Ticket gekauft und auf zum Hotel. Das entpuppte sich dann doch weiter weg, als wir dachten. Aber es war ein Schnäppchen.
Nachdem wir unsere Koffer im Hotel abgestellt und uns wärmer angezogen hatten, ging es zurück in die Stadt auf die Suche nach Essen. Leider war ich schon richtig hungrig und das ist meist nicht gut. Dann werde ich motzig und zickig und sehr nahrungsfixiert. Nachdem die arme Bella hinter mir her hechten musste, fanden wir endlich ein Bistro und es gab leckere Sandwiches. Danach war die Welt wieder in Ordnung. Gegessen haben wir im Stock, es gehört zu dem gleichnamigen Hostel. das witzige ist, man kann vom Bistro aus durch Glasfenster über zwei Etagen auf die Flure des Hostels schauen.
Wieder gelassen und fröhlich wanderten wir durch die Gassen und über die Kanäle in Amsterdams Jordaan Viertel. Der Bereich zwischen Prinsen-, Keizers- und Herengracht soll der schönste in Amsterdam sein. Ich kann nicht sagen, ob es wirklich der schönste Teil ist, aber ich kann es mir gut vorstellen. Ich habe mich gleich verliebt. Die Häuser, das Wasser, die kleinen Läden. Sogar der eiskalte Wind konnte mich davon nicht abbringen. Als es dunkel wurde haben wir auch einen Einblick in das berühmte Rotlichtviertel von Amsterdam bekommen, was ein wenig verstörend war.


Da es mit der Dunkelheit noch kälter wurde, fuhren wir zurück ins Hotel und schauten in der Bar bei einem Wein das Spiel Holland gegen Estland. Während das Spiel nur ok war, war der fluchende Kellner sehr amüsant. Er freute sich zwar, dass Holland gewann, aber offenbar spielt der Schütze des 3:0, Ruben Schaken, für den falschen Verein in Holland.
Relativ früh starteten wir in den Samstag, den wir zum Shopping-Tag erkoren hatten. Wir wollten diese kleinen Läden im Jordaan Viertel unsicher machen. Doch zuerst, wie sollte es auch anders sein, musste ein Frühstück her. Diesmal fanden wir realtiv schnell das Screaming Beans. Die Croissants waren klasse und der Hund am Nebentisch noch besser. Nach dem Frühstück zogen wird los, um das Viertel unsicher zu machen. Einen Plan hatten wir nicht, so bogen wir mal links, mal rechts ab. Den ersten Fund machte ich im De Weldaad. Dort kaufte ich einen kleinen blauen Knopf für meine Komode und ein super Master-Geschenk für meine Schwester. Ein Wasserglas, das aus dem Unterteil einer recycelten Flasche bestand. Ich hätte mir auch eins kaufen sollen. Das Wetter war toll. Eisekalt, aber sehr sonnig. Später fanden wir in der wundervollen Unicorn Boutique je einen Schal für viel zu viel Geld. Tja what happens in Amsterdam stays in Amsterdam. Die Boutique ist voll bis zur Decke mit tollen Dingen. Schals, Kleidung, Kleinkram, Geschirr. Die Besitzerin ist unglaublich hilfsbereit und freundlich. Absolut Zucker. Mein erworbener Schal ist blau und hat stilisierte Schleifen in orange-rot Tönen drauf. Hach…
Von der Besitzerin bekamen wir auch den Tip uns den Farmers-Market anzusehen und unbedingt den besten Apfelkuchen ganz Amsterdams im Winkel zu essen. Und wenn es um Apfelkuchen geht, wird nicht lange gefacktelt.


Auf dem Markt haben wir Käse und geräucherte Makrele als Mitbringsel erworben und uns dann schnell zu besagtem Mekka des Apfelkuchen zu begeben. Ich danke der Ladenbesitzerin bis heute für diesen Tip. Dieser Apfelkuchen war ein Gedicht. Ich habe selten einen so guten Kuchen gegessen. Winkel war brechend voll und ständig kamen neue Menschen herein. In der kurzen Zeit, in der wir unseren Kuchen aßen, gingen mindestens 4 komplette Kuchen über die Theke.
So gestärkt fühlten wir uns bereit, um uns am Anne Frank Haus anzustellen. Wir haben vorher gehört, dass es Stunden dauern kann. Ich glaube wir haben eine knappe halbe Stunde angestanden, bis wir rein konnten. Das Anne Frank Haus war tatsächlich das einzige, was ich in Amsterdam unbedingt sehen wollte. Ich habe das Tagebuch der Anne Frank vor Jahren gelesen und habe mich immer gefragt, wie das Hinterhaus wohl aussieht. Es war ein komisches Gefühl über die gleichen Böden zu laufen, gleichzeitig aber auch ein gutes es gesehen zu haben. Richtig traurig wurde ich bei einem kleinen Film am Ende. Eine Freundin von Anne, die sie im KZ wieder getroffen hat, erzählte von der Zeit in Bergen-Belsen. Sie glaubt, dass Anne noch weiter gekämpft hätte und vielleicht noch leben würde, wenn sie gewusst hätte, dass ihr Vater immer noch am Leben ist.
Mit den vielen Informationen und Gedanken im Kopf fuhren wir zurück zum Hotel und aßen dort unsere eingekauften Leckereien.

(Foto Bella)
Der Sonntag fing an, wie der Samstag endete. Mit Wind und Kälte. Nachdem wir unsere Koffer am Hauptbahnhof eingeschlossen hatten, fuhren wir zum I amsterdam Schriftzug, der irgendwo in der Landschaft stand um ein Paar Fotos zu machen. Danach ging es zum Blumenmarkt. Schließlich muss man aus Amsterdam unbedingt Tulpen mitbringen. Ich kaufte eine große gemischte Tüte, die ich später als Mitbringsel aufteilte. Ich bin schon gespannt wer die schwarzen und dunkel blauen Tulpen abbekommen hat.
Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stadt, aßen Pommes, gingen von einem Geschäft ins nächste, damit es nicht zu kalt wurde und machten eine Kanaltour mit dem Boot. Und dann hieß es schon Abschied nehmen.
Bis zum nächsten Mal Amsterdam und dank u wel.
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Zuerst ein kleines Update. Meine Schwester und ich haben am Wochenende meinen kleinen Mac neu aufgesetzt und natürlich Zeit mit einander verbrachte, deshalb war es hier ein wenig still. Ich arbeite gerade an meinem Amsterdam-Post, der diese Woche fertig wird und habe ein paar andere Ideen. Auch die Photo a Day Challange habe ich wieder aufgenommen. Außerdem gibt es demnächst ein Update für die 101 Liste. So jetzt aber erst mal das Übliche. (Das Bild ist vor ein paar Jahren in der Bib entstanden, da muss ich heute Mittag wieder hin)
gesehen: Freedom Writers
gehört: Absolute Beginner – Blast Action Heroes
gelesen: Das Happiness Projekt von Gretchen Rubin
gekauft: Espresso, frisch gemahlen
gelernt: ich brauche sehr lange, für alles
gekocht: leckere Gemüse-Tofu-Pfanne
gebacken: Rhababer-Baiser Kuchen
gefreut über: Sister-Time
geträumt von: einem fertigen Uniabschluss
verloren: die Leichtigkeit
verliebt in: die liebe, gute Sonne
zum 1. Mal: Mac neu machen
glücklich weil: meine schlanken Jeans wieder passen (Sport Ahoi)
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“Gott hat einen harten linken Haken”
Peter Fox
Da hat der Körper mal wieder die Bremse gezogen. Am Donnerstag noch fröhlich hopsend im Power Gym unter freiem Himmel und Freitag schon mit Tee und Zwieback im Bett.

gesehen: viel Schund-TV (aber nur heimlich) und den neuen Hamburg Tatort (gefällt mir gut!)
gelesen: 1913 April und Mai
gekauft: Briefmarken und Geschenke
gelernt: “Allah ist oben und nicht in der Mitte” – was man von Grundschülern alles lernen kann
gegessen: Zwieback und Steak
gefreut über: liebe Sms und Briefe
gelacht über: meine Schwester (“Karriere ist nicht alles. Was machst du später, wenn du alt und runzelig bist und nicht mehr auf einem Surfboard stehen kannst?”)
vermisst: ESSEN!!!
verliebt in: meine neue Schreibmaschine, ich meine, sie ist orange, was kann ich tun?
zum 1. Mal: leichte Magisterpanik
glücklich weil: Mister Bauch wieder relativ normal ist
ordnung ist das halbe leben, oder nicht
Mit der Ordnung ist das ja so eine Sache. Jeder der zu mir nach Hause kommt, bekommt den Eindruck ich sei hoffnungslos chaotisch und unorganisiert. Meine Eltern haben mir als Kind schon Warnschilder an die Tür geklebt “Achtung sie betreten ein Krisengebiet”. Wenn Freunde uns besucht haben, sind wir lärmend durchs Haus gezogen und haben eine Spur Chaos hinter uns zurück gelassen, die wir später wieder aufräumen mussten. Aufräumen war immer der blöde Part am Spielen.
Es ist zwar mit den Jahren besser geworden, jedoch habe ich ein ungeahntes Talent, wenn es darum geht ein Zimmer in 5 Minuten in ein massives Durcheinander zu verwandeln. Ich habe Jahre lang selbst geglaubt total unordentlich zu sein. Heute denke ich, dass es einfach verschiedene Arten von Ordnung gibt. Ich bin halt anders ordentlich. Das soll keine Ausrede sein. Ja hier sieht es manchmal aus wie auf einem Schlachtfeld, aber ich weiß zu 95% wo meine Sachen sind und muss nicht rumrennen und was suchen. Ich habe also irgendwie schon einen Überblick über mein Chaos. Besser wird ein ordentlicher Mensch da auch nicht abschneiden. Allerdings kämpfe ich seit Jahren gegen diese Ecken, die Schandflecken, wie meine Schwester sie nennt. Ecken in die man Kram stopft, von dem man nicht weiß wohin damit. Letzte Woche habe ich im Zuge des Renovierens so eine Ecke eliminiert. Das fühlte sich gut an. Ich mag Ordnung ja, aber es muss nicht penibel alles auf seinem Platz stehen und nirgends eine Zeitschrift oder ein Buch rumliegen.
Also Ordnung ja, aber gemütlich muss es sein. Und bitte nicht perfekt.
mixtape april
Hier kommt die April-Ausgabe von Annies Mixtape.
April
| Frühlingsgefühle |
Achja, endlich kommt der Frühling mit eiligen Schritten angestürmt. Noch kann er sich nicht so ganz entscheiden, ob er kalt oder warm sein möchte, aber die Sonne hat schon mächtig Kraft und wärmt gut. Ich freue mich endlich andere Dinge anzuziehen, wobei das im Moment durch das ständige auf und ab nicht so leicht ist. Entweder ich schleife 2 Jacken unbenutzt nach Hause, oder ich friere. Liebes Wetter,…bitte entscheide dich. Für warm!
Nun aber zur Musik. Ich habe mich die ganze Zeit ein wenig gedrückt, weil es mir wie eine unlösbare Aufgabe vorkam aus tausenden fröhlichen und sonnenhaften Liedern das eine heraus zu filtern. Doch dann ist mir durch Zufall ein Album in die Hände gefallen. Ich habe es angemacht und gleich musste ich an das Haus meiner Mama in der Pfalz denken. An sonnige Tage, Latte im Hof, offene Fenster, der Geruch von warmer Erde, Abende am offenen Feuer mit Steak und Salat, Caprio fahren mit Mamas Mann durch die Weinberge und er singt laut mit. Das Album, das diese Wunder bewirken kann, ist The Café Carlyle Session von Christopher Cross. Ich habe das Gefühl dieses Album läuft bei meiner Ma und ihrem Mann sobald der erste frühlingshafte Sonnenstrahl sich zaghaft seinen Weg zur Erde sucht. Sie hören es im Haus, auf dem Hof (portable Bose Anlage sei Dank), im Garten und im Auto (wo der Regler auf sehr laut steht). Deshalb verbinde ich es auch mit einem Gefühl von Wärme, Ruhe und Urlaub. Mit dem unbeschwerten Gefühl von Freiheit, dass man hat, wenn man in einem Caprio durch die Weinberge braust, die Sonne im Gesicht, die Musik ganz laut und den Wind in den Haaren.
Das ganze Album ist toll, aber wenn ich ein Lied rauspicken muss, dann ist es das erste.
Christoper Cross – Never be the same again
Warum gerade dieses? Vielleicht weil es das erste ist. Weil es sofort ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Weil Mamas Mann dabei immer so fröhlich mit trällert. Ich weiß es nicht…
kw16
gehört: Kiss
gelesen: die neue Ausgabe von Päng
gekauft: Half the Sky
gegessen: leckeren türkischen Klebreis
gesucht: eine Steckdose, die dessertiert ist
gefunden: neue Plätze für alte Schönheiten
gefreut über: endlich fertig mit renovieren
gelacht über: How animals eat their food
verloren: einen weißen Socken
vermisst: meine Aufwandsentschädigungs-Auflistung
verliebt in: meine neuen Scheißerchen (so nennt Cat Dinge, die man eigentlich nicht braucht)
zum 1. Mal: im neu renovierten Zimmer geschlafen
glücklich weil: fertig mit renovieren
ode an das fahrrad
Jetzt wo es wärmer wird, sieht man sie überall. Die Radfahrer mit ihren Gefährten.
Aber es geht nicht um irgendein x-beliebiges Fahrrad, sondern um meins. Mein froschgrünes Mountainbike in Jugendgröße von Trek. Ich habe es zum 15. Geburtstag bekommen. Es war ein Ausstellungsstück und ich habe mich sofort verliebt. Weil es so grün war und so cool. Ich hatte es sehr lange, es hat mich durch mein halbes Leben begleitet. Ich habe es jeden Frühling in Schuss gebracht, es gepflegt, geölt und repariert, wenn es nötig war. Es hat mich auf Radtouren zum 1. Mai begleitet, meine Freunde und Partner kennen gelernt, ich wurde sogar auf der Stange meines Rades von Jungs nach Hause gefahren. Damals, als Jungs sowas noch gemacht haben. Ich bin überall mit ihm hin gefahren. Sogar dien langen Weg zum Badesee. Und dann, an einem schönen Tag vor circa 5 Jahren,…war es weg. Geklaut. Ich habe es nur für eine Stunde am Bahnhof stehen lassen, um zum Sport zu gehen. In einem überdachten Fahrradständer in guter Gesellschaft. Und als ich wieder kam, war es einfach weg. Nur meins, alle anderen standen noch da. Mein Begleiter für 10 Jahre. Ich habe Rotz und Wasser geheult. Es war mir auch egal, ob der Polizist, der meine Anzeige entgegen nahm, mich für verrückt hält. Muss man sich mal vorstellen, da sitzt eine 25 Jährige vor ihm und weint wegen einem Fahrrad. Ich fand das so gemein, wer klaut denn Fahrräder? Ich war der festen Überzeugung, dass Fahrradklauern sofort die Finger abfaulen sollten.
Das ist 5 Jahre her und ich vermisse es immer noch. Es war ein so guter Wegbegleiter. Wir waren ein tolles Team. Mein Ersatzrad ist schwer und die Gangschaltung hakt dauernd. Wir sind kein so gutes Team. Wir kommen zurecht, aber es ist nicht die große Liebe. Insgeheim hege ich ja die zarte Hoffnung, dass mein Rad den Weg zu mir zurück findet. Ich weiß, ich weiß, das ist unwahrscheinlich, aber die Hoffnung stirbt zu letzt.
kw15
Ich fange gerade an mich an meine neue Routine und meine Wochenpläne zu gewöhnen. Gleichzeitig versuche ich so schnell wie möglich fertig zu renovieren. Diese Woche ist sozusagen noch der Testlauf.
Am Freitag war der Markt, auf dem meine Schwester und meine Ma ihre Sachen verkauft haben. Leider war das Wetter nicht so gut. Aber der Stand war gemütlich und verkauft wurde auch. Wenn ihr euch für Sophies Sachen interessiert. Schaut bei soso WithLove auf Facebook oder Dawanda vorbei. (Meine Ma verkauft Deko-Accessoires, sobald sie einen Online-Shop hat, werde ich darüber berichten)
gesehen: Tatort
gehört: Christopher Cross
gekauft: ein schönes Silbertablett
gelernt: Blümchen häkeln von Mama
gemacht: Balkon aufgeräumt
gebacken: Himbeertörtchen
gegessen: selbstgemachte Gnoccis
getrunken: grünes Smoothie
gefreut über: Besuch mit Törtchenzeit
geträumt von: Freizeit
vermisst: die alte Schreibmaschine
verliebt in: den Frühling
glücklich weil: viele nette Menschen
(Fotos by Sophie und mir)
ein tag in köln

Als ich vor zwei Wochen nach Amsterdam gefahren bin, habe ich einen Zwischenstop in Köln eingelegt, wo meine Freundin Bella zeitweise wohnt. Schon bei der nächtlichen Einfahrt in die Stadt hatte ich einen tollen Blick auf den Dom. Der Kölner Dom, eins der höchsten Kirchenbauten der Welt. Von Menschenhand erbaut, Stein für Stein. Allerdings musste ich mich noch gedulden, bis ich ihn im Hellen sehen konnte, denn erst nachdem wir aus Amsterdam zurück waren, hatte ich noch einen Tag in Köln, um die Stadt zu erkunden und den Dom zu sehen.

Gestartet haben wir den Tag im bezaubernden Petit Noir. Einem kleinen Café in Sülz, in dem man nicht nur tollen Milchkaffee, sondern auch leckere Sandwiches und Croissants mit Marmelade bekommen kann. Die Bedienung ist auch super freundlich. Wenn wir nicht so viel vorgehabt hätten, wäre ich vermutlich ewig sitzen geblieben. Aber so ging es gestärkt auf zum Dom. Mein Must-do für Köln. Und ich muss sagen, ich bin beeindruckt. Im ersten Moment denkt man noch “Mhm,…hab ich mir irgendwie größer vorgestellt”, aber wenn man sich vor Augen führt, dass das alles von Menschen gebaut wurde, ohne elektrische Maschinen und alles aus körperlicher Kraft heraus. Das ist schon beeindruckend.
Im Dom wurden gerade die letzten Vorbereitungen für das Mittagsgebet getroffen und auch wenn ich nicht gläubig bin, wollte ich mir das nicht entgehen lassen. Es hat sich gelohnt. Allein die Orgel war wahnsinnig schön anzuhören. Nach dem Gottesdienst schlenderten wir durch das Kreuzschiff und erhaschten einen Blick auf den tollen Boden im Chorumgang. Nach einer knappen Stunde flüchteten wir allerdings wieder in dieSonne, denn war ist furchtbar kalt. Man bekommt eine Ahnung davon, wie kalt es selbst im Sommer sein muss.

Nachdem wir eine gemeinsame Freundin eingesammelt haben, die auf der Durchreise in Köln Halt machte, um sich mit uns zu treffen, schlenderten wir zu dritt durch Köln auf der Suche nach einem schönen Café. Ich weiß nicht mehr wo wir letztendlich landeten, aber der Kuchen war toll und wir saßen mehrere Stunden und quatschten. Leider sehen wir uns viel zu selten und haben dann immer viel nachzuholen. Und so vertratschten wir den Nachmittag, bis Sarah wieder fahren musste und Bella und ich alleine zurück blieben. Nach einer kleinen Erholungspause und Überredungskünsten bei Bellas Mitbewohner zogen wir zu dritt los, damit das arme hessische Mädchen (ich) mal richtige Kölner Kneipenkultur kennen lernt. Und so kam es dann, dass ich mich im Hinterraum eines Gasthauses mit Kölsch und Himmel un Ääd wieder fand. Das muss man mir ja lassen, wenn ich was mache, dann richtig.
Letztendlich bleibt mir über Köln nur folgendes Urteil. Die Stadt mag objektiv betrachtet nicht die hübscheste sein. Aber ich mag sie und die Menschen machen mit ihrer offenen und ehrlichen Art alles wett.







