kw 7/17

17-02-kw7

gemacht: krank sein
gelesen: The Vagina Monologes
gesehen: Midnight in Paris
gehört: Radio
gesagt: ohje ohje
gegessen: viel Suppe
getrunken: Apfelsaftschorle
gesucht: Gesundheit
gefunden: Gelassenheit (zumindest meistens)
gelernt: manchmal braucht der Körper eine Pause
gefreut über: den Wahlsieg bei der Bürgermeisterwahl
geträumt von: Frühling
gelacht über: den schweren Wein
verliebt in: Schlaf

Urban jungle 1.0

17-02-schefflera

In meiner Jugend hatte ich ein Talent. Eins, das eher ein Anti-Talent war. Ich habe jede Pflanze tot bekommen. Ich war nicht einmal in der Lage einen Kaktus am Leben zu halten. Ok, das ist ein wenig übertrieben. Es gibt tatsächlich einen Kaktus, den habe ich schon seit 20 Jahren. Aber so grundsätzlich hatten es Pflanzen bei mir schwer.
Noch heute lacht meine Schwester kurz auf, wenn ich erzähle, dass ich neue Pflanzen für den Balkon gekauft habe. Tatsächlich habe ich aber über die Jahre einen grünen Daumen entwickelt. Ich kümmere mich um den großen Garten, der unser Haus umgibt. Ich weiß wie und wann man Büsche, Obstbäume und Rosen schneidet. Weiß was gegen Schädlinge zu tun ist und wann es Zeit ist bestimmte Pflanzen für den Winter warm einzupacken. Mein Ur-Opa wäre stolz wie Bolle.
Der Balkon ist noch immer mein Sorgenkind, aber er ist auch ein Südbalkon und das kann nicht jede Pflanze ab. Wir lernen jährlich dazu, die Pflanzen und ich.
Meine Zimmerpflanzen jedoch gedeihen prächtig. Von mir aus könnte jeder Winkel meines Wohnraums in strahlendem, lebendigem Pflanzengrün erstrahlen. Und da das so ist, sind neue Pflanzen-Freunde immer Willkommen. Wie dieser kleine Racker, den meine Freundin Bine mir mitgebracht hat. Eine Schefflera arboricola, eine Strahlenaralie. Sie mag es hell, aber nicht sonnig, mäßig feucht, aber keine Staunässe. Ich denke wir werden gut miteinander auskommen, denn hell und mäßig feucht….das kann ich!
Ich weiß nicht wann es passiert ist, aber irgendwann habe ich es begriffen. Pflanzen sind lebende Organismen. Sie atmen und fühlen. Natürlich wusste ich das schon immer, aber wissen und wirklich begreifen sind zwei Paar Schuhe. Eine Pflanze zu pflegen und am Leben zu erhalten, dazu braucht man Geduld und Aufmerksamkeit, Zeit und Liebe. Man muss bereit sein ein gewisses Maß an Verantwortung zu übernehmen. Besonders schön wird das von Erico in Banana Yoshimotos kitchen gesagt:

“Aber wer wirklich auf eigenen Füßen stehen will, der sollte irgendetwas großziehen. Ein Kind. Eine Topfpflanze. Dann merkt man, wo die Grenzen sind. Und da fängt erst alles an.”
(Erico zu Mikake; kitchen von Banana Yoshimoto)

Ich hoffe es gelingt mir noch viele Pflanzen groß zu ziehen und am Leben zu erhalten. Denn morgens in einem grünen Dschungel aus Zimmerpflanzen aufzuwachen erfüllt mich mit unbändiger Freude und Stolz.

kw 33/16

16-08-22-KW33

gemacht: Mama an der Weinstraße besucht
gelesen: Südlich der Sonne, westlich der Grenze
gesehen: Im Labyrinth der Wörter
gehört: Ludovico Einaudi
gesagt: Ich brauche eine neue Matratze (oft, sehr oft)
gegessen: den besten Burger
getrunken: Wein
gesucht: neue Kleidung
gefunden: Ruhe
gelernt: ein paar friedliche Tage sind was feines
gefreut über: Aioli…ja wirklich
geträumt von: noch mehr Frieden
gelacht über: die Wimpelkette
verliebt in: loslassen

sommer in deutschland

16-07-02-Feldspaziergang

Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber mich macht dieses Wetter Hin und Her total fertig. Vor zwei Wochen war er da, der Sommer. Mit Sonne, Schwimmbad, Lagerfeuer, Frisbee spielen, Eiskaffee und Wasserschlachten. Dann war es auf einmal herbstlich und jetzt steigt das Thermometer wieder. Aber nur für kurz, denn am Wochenende soll es schon wieder regnen. Deutscher Sommer…

Nachdem ich unvorhergesehen in meinen Ferien bei einem anderen Job einspringen musste, habe ich jetzt noch genau zwei Wochen frei. Nur noch wenige Tage der Sommerferien, die zu Beginn immer so endlos scheinen und dann doch sehr schnell vorbei ziehen. Aber immerhin habe ich noch 14 Tage für mehr Eiskaffee, Spaziergänge durchs Feld, Mama besuchen, Bücher lesen, hoffentlich noch einen Sprung in den See und für ein paar angefangene Projekte.
Mittwoch geht es erstmal zu meiner Mama in die Pfalz. Ein paar Tage an der Weinstraße sind für mich immer sehr erholsam. Das Dorf ist so friedlich und das Leben ist ein wenig langsamer. Es wird sicher gegrillt und Wein getrunken.

Ich hoffe ihr habt auch erholsame Tage und ein wenig Sommer.
Womit verbringt ihr sie?
Alles Liebe,
Nina

kw 26/16

16-06-25-kw26

gemacht: früh schlafen gegangen
gelesen: The Desire Map
gesehen: Fashion Bloggers Australia
gehört: Lana Del Rey
gesagt: Noch zwei Wochen, noch zwei Wochen
gegessen: warmen Schokokuchen
getrunken: Lillet Wild Berry
gesucht: Ruhe
gefunden: neue Turnschuhe (endlich)
gelernt: jeder hat eine Grenze
gefreut über: Besuch von meiner Sis
geträumt von: Urlaub
gelacht über: die Verrücktheiten des Lebens
verliebt in: meine kleine Balkon-Oase

kw 25/16

16-06-25-kw25

gemacht: durchgehalten
gelesen: Herz der Finsternis von Joseph Conrad
gesehen: Fußball (eine Menge davon)
gehört: HR1
gesagt: Du kannst das!!!
gegessen: Flammkuchen in netter Gesellschaft
getrunken: noch mehr Kaffee
gesucht: neue Turnschuhe
gefunden: neue Bücherfreunde
gelernt: manchmal gibt’s ein Sternchen für bloßes Überleben
gefreut über: schöne Verabredungen
geträumt von: azurblauem Meer und weißem Sandstrand
gelacht über: viele kleine Dinge
verliebt in: nächtliches Gewitter

sommerleseliste

16-06-25-Sommerleseliste

Im letzten Post hatte ich bereits erwähnt, dass die schönen Dinge des Lebens in letzter Zeit zu kurz gekommen sind. Auch meine Bücherfreunde saßen kläglich verlassen auf den Regalbrettern und warteten darauf, dass ich sie herausnehme und sie für eine unbestimmte Zeit vom Bett zur Couch trage, in Handtaschen und Rucksäcken überall mit hinnehme, damit ich nicht ganz alleine an einem Bahnhof sitze und auf den Zug warte.
Ich habe das Lesen vermisst. Bücher waren immer mein Zufluchtsort, wenn mir die Welt zu hektisch wurde oder durcheinander geraten war. Mit einem Buch konnte man sich herrlich irgendwo verkriechen und einfach für ein paar Stunden nicht da sein. Für eine kurze Zeit in einer anderen Welt verweilen, weg von dieser.
In den letzten Wochen habe ich sehr viel darüber nachgedacht, was mir früher geholfen hat die Hektik des Alltags und den Stress zu bewältigen und vergessen zu lassen. Was ich gemacht habe, um einen ruhigen Gegenpol zu schaffen. Lesen war definitiv ein elementarer Bestandteil meines Lebens und ich habe vor die Bücher wieder zurück in mein Leben zu holen. Deshalb habe ich mir diese 11 Bücher ausgesucht, die ich über den Sommer lesen will. Bücher auf die ich schon lange Lust habe und die mir die Freude am Lesen zurück geben werden, da bin ich sicher.

  • Virginia Woolf – Ein Zimmer für sich allein
  • Daniel Kehlmann – Ich und Kaminski
  • Eugen Ruge – In Zeiten des abnehmenden Lichts
  • Vea Kaiser – Blasmusikpop
  • Muriel Barbery – Die Eleganz des Igels
  • Carlos Ruiz Zafón – Der Gefangene des Himmels
  • Kazuo Ishiguro – Alles, was wir geben mussten
  • Sibylle Berg – Vielen Dank für das Leben
  • Haruki Murakami – Südlich der Grenze, westlich der Sonne
  • Dörte Hansen – Altes Land
  • Astrid Lindgren – Die Menschheit hat den Verstand verloren

Was lest ihr über den Sommer? Und was hilft euch in hektischen Zeiten beim Abschalten?
Lasst es euch gut gehen

kw 23/16

16-06-kw23

gemacht: geschlafen, wann immer ich konnte
gelesen: Lernstandards für die Vorklasse
gesehen: The Mentalist
gehört: HR1
gesagt: Alles wird gut
gegessen: Marzipancroissant (Highlight der Woche)
getrunken: viel zu viel Kaffee
gesucht: Mut
gefunden: Herausforderungen
gelernt: es ist nicht immer alles Glamour
gefreut über: Birki Wetter/ EM Beginn
geträumt von: einem richtigen Roadtrip
gelacht über: “Waas? Das Eis ist gar nicht mehr im Angebot?”
verliebt in: das Vogelgezwitscher morgens vorm Fenster

wieder da

16-06-neuanfang
Es gibt im Leben diese Zeiten, in denen man vor Motivation und Inspiration nur so sprudelt. Man springt morgens aus dem Bett und möchte die ganze Welt erobern. Jetzt sofort. Alles erscheint möglich, alles erscheint zu schaffen. Nichts könnte einen aufhalten.
Und dann gibt es das genaue Gegenteil. Die Tage, an denen man sich morgens die Decke noch einmal über den Kopf zieht, um diese fünf Minuten so zu tun, als müsste man nicht aufstehen. Tage, an denen man sich beim Aufstehen schon darauf freut wieder ins Bett zu gehen.

Leider haben sich in den letzten Wochen und Monaten die zweiten gehäuft. Zwei zusätzliche neue Jobs, neue Verantwortungen, neue Menschen, neue Sorgen, viele Veränderungen und viel zu viele Gedanken, die in einem unsortierten Chaos durch meinen Kopf schwirren. Jeden Tag muss etwas vorbereitet werden, jeden Tag etwas neues machen, was man noch nie gemacht hat. Das ist nicht immer leicht und das macht auch nicht immer Spaß. An manchen Tagen ist es einfach zu viel.
Über all dem ist es leicht zu vergessen, was man gerne macht im Leben. Die Hobbys, die freiwilligen Aktivitäten, Freizeit und Freunde. Das sind die Dinge, bei denen man als erstes Abstriche macht. Aber das Leben besteht nicht nur aus Arbeit und Verantwortung. Es sollte Spaß machen und man sollte sich Zeit nehmen für die Dinge, die man gerne macht. Für Sport, Bücher, Kaffee mit Freunden und für diesen Blog.
Und nachdem ich einen riesigen Bogen gemacht habe, komme ich zum eigentlichen Punkt. Ich habe es vermisst. Vermisst zu schreiben, von Dingen zu erzählen. Und das mache ich jetzt wieder, weil es mir Spaß macht und mein Herz dabei hüpft. Es wird vielleicht ein wenig holperig sein am Anfang, aber es geht weiter hier, mit dem Blog und mit mir. Weil ich mich selbst nicht mehr hinten anstellen möchte. Und weil ich weiß, dass es zumindest zwei drei Leute gibt, die hier treu vorbei schauen, obwohl seit März nichts passiert ist. Und die mich fragen, ob ich noch weiter mache und wann es wieder was von mir gibt. Die mir mit ihrem Rat zur Seite stehen. Dafür danke ich euch von ganzem Herzen!

(books) still alice

16-02-stillalice

Alice ist fünfzig. Sie ist Professorin für Linguistik in Harvard, verheiratet und hat drei erwachsene Kinder. Sie reist viel und hält Vorträge über ihre Forschung in der ganzen Welt. Erst entfällt ihr ein Wort, dann weiß sie nicht mehr, was Punkte auf ihrer ToDo Liste bedeuten sollen und dann verläuft sie sich vor ihrer eigenen Haustür. Beim Arzt bekommt sie die erschütternde Diagnose Alzheimer.
In Still Alice geht es darum was bleibt, wenn einem die eigene Erinnerung an Ereignisse und das Wissen immer mehr entgleiten. Es ist ein sehr berührendes Buch, welches trotz der schwierigen Thematik leicht zu lesen ist. Welches aber auch viele Fragen aufwirft, die nicht einfach so zu beantworten sind.
Wie sollte man mit Jemandem umgehen, der an Alzheimer erkrankt ist? Sollte man ihn erinnern oder akzeptieren, dass er/sie sich nicht erinnert? Wieviel und was kann ein Mensch mit Alzheimer noch selbst entscheiden? Und wo sind die Grenzen? Was bleibt, wenn die Erinnerung geht?
Durch Alices Mann und ihre Kinder bekommt man einen guten Einblick in den unterschiedlichen Umgang mit Alice und die verschiedenen Sichtweisen zu diesen Fragen.
Erwähnenswert ist auch der Schreibstil, welcher zu Beginn sehr dicht und detailliert ist und gegen Ende des Buches immer lückenhafter wird und große Zeitsprünge macht. Die Krankheit auch auf diese Weise sichtbar zu mache, finde ich persönlich sehr gelungen.
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LISA GENOVA – STILL ALICE. MEIN LEBEN OHNE GESTERN
Bastei Lübbe, 2015
OT: Still Alice
316 Seiten