momente des lebens: fehmarn


Fehmarn, Deutschland, September 2014.

Ich bin wieder da. Am letzten Wochenende war ich bei meiner Schwester auf Fehmarn. Wir haben im Campingbus geschlafen, haben lange Spaziergänge mit Jazz gemacht, das Meer betrachtet, Nordlichter gejagt. Fehmarn hat mir sehr gefallen. Die Menschen sind sehr nett und alles ist ein wenig langsamer. Besonders die Stille hat es mir angetan. Die Geräusche der Natur und die Abwesenheit jeglichem Lärms.

movie: can a song save your life?

Ich war im Kino. Ganz alleine. Irgendwie bin ich bisher nie alleine ins Kino gegangen, aber ich hatte es satt immer darauf zu warten wann und ob jemand Zeit hat. Und eigentlich ist alleine ins Kino gehen richtig toll.
So habe ich mir Can a Song save your Life? angeschaut. Die erste Einordnung des Films würde vermutlich Liebeskomödie heißen. Allein der Anfang – eine Frau singt bei einer Open-Mic-Nacht ein Lied und begeistert damit einen Zuhörer besonders – schreit nach Romanze. Doch dann wird zurückgespult und die Vorgeschichte der beiden Hauptpersonen Gretta (Keira Knightley) und Dan (Marc Ruffalo) getrennt von einander erzählt. Dan, der entlassene Musikproduzent, strandet betrunken in einer Bar und hört den Song einer jungen Frau, die über Einsamkeit in New York singt. Gretta von ihrem Rockstar Freund (Adam Levine) betrogen, lebt auf der Couch eines Freundes und will eigentlich nur zurück nach England. Doch dann singt sie in besagter Bar ihren Song. Und so kommen wir nach 30 Minuten Film wieder am Anfang an, ein Kniff, der den Film von vielen anderen seiner Sparte abhebt. Dan will Gretta unter Vertrag nehmen, was als Mann ohne Plattenlabel schwierig ist. Doch er hat eine Idee: Sie machen es einfach alleine. Mit Hilfe seiner Freunde aus erfolgreichen Tagen nehmen sie ein Album auf, überall in New York. Was entsteht ist ein zauberhafter Film. Eine Verneigung vor der Musik und der Stadt New York. Und für mich eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, die keine Liebe sein muss, nur damit es ein Happy End gibt. Und auch hier unterscheidet sich Can a Song save your Life? von sogenannten Liebeskomödien, die in 99% mit einem Happy End der Hauptrollen endet.
Auf dem Heimweg vom Kino habe ich darüber nachgedacht, wie viel Einfluss Musik doch in unserem Leben hat. Wie sie alles durchzieht und uns mit Ereignissen und Orten verbindet. Und mit den Menschen, bei denen sie die gleichen Bilder und Gefühle auslöst.
Übrigens kann ich mich der Kritik an Keira Knightleys Stimme nicht anschließen. Sie mag nicht Whitney Houston sein, aber ich finde ihre Stimme angenehm, ruhig und sehr passend für die Musik des Films und die damit verbundene Geschichte.

Gedanken zum Älterwerden


(
Foto: Sophie Daum)

 Letzte Woche hatte ich Geburtstag. Die meisten Menschen finden Geburtstag haben und älter werden ganz schlimm. Ich nicht. Ich liebe Geburtstag haben. Und ich liebe Geschenke. Ich bin auch nicht bereit meine Liebe für Geschenke mit falscher Bescheidenheit zu überdecken. Ist mir egal, ob das einige egoistisch oder unverschämt finden. Ich finde es wundervoll meine liebsten Menschen um mich zu haben, Unmengen Kuchen zu verdrücken, mit Geschenkpapier zu rascheln und mich über all die liebevollen Dinge zu freuen, die meine Freunde für mich ausgesucht haben. Um den Tag gebührend zu feiern, backe ich Kuchen und packe mein Omma-Blümchengeschirr aus, ich kaufe Blumen und dekoriere alles nach kitschiger Kaffeekränzchen-Manier. Von mir aus könnte ich mehr als einmal im Jahr Geburtstag haben.

Was mich allerdings richtig nervt sind die Fragen. Wenn man die 30 überschreitet kommen viele Menschen auf die Idee nach den Lebensplänen, Kinderplänen, Hausbauplänen zu fragen. Als sei 30 die magische Grenze zum Erwachsensein. Aber so leicht ist das nicht. Es gibt nicht diesen einen Tag von dem an alles auf einmal ganz anders ist und man seine Sneaker und Jeans gegen Pumps und Stiftröcke eintauscht. An dem man damit beginnt Kinder und Häuser zu planen. All diese Dinge sind ein Prozess, der seine Zeit braucht. Bei den einen geht das von heute auf morgen, bei anderen dauert es Jahre und einige werden nie so erwachsen, wie man es von richtigen Erwachsenen erwartet. Und das ist völlig ok.
Für einige bedeutet Erwachsensein, dass man nicht mehr auf Hüpfburgen darf und immer ordentlich angezogen sein muss, dass man um 22 Uhr schlafen gehen muss und keine verrückten Träume mehr haben darf, dass man keine Seifenblasen aus seiner Handtasche ziehen kann und sich keine gemischte Zuckertüten am Kiosk kaufen darf. Ich glaube, dass Erwachsensein nicht dies oder jenes ist, sondern was man daraus macht. Ich glaube Erwachsensein wird nicht durch Seifenblasen und Hüpfburgen definiert. Wenn ich Verantwortung für meine Taten übernehme und mit den Konsequenzen lebe, wenn ich Respekt vor anderen Menschen habe und ihrer Art das Leben zu meistern, ist es dann nicht egal, ob ich Seifenblasen mag und verrückte Ideen habe? Ich bin nicht bereit mich zu ändern, damit ich in irgendein Förmchen passe, da bin ich lieber mein eigenes Förmchen. Anstatt ein Erwachsener nach allgemeinen Vorstellungen, bin ich eben lieber eine verantwortungsbewusste, ehrliche Hüpfburgenhüpferin mit großen Träumen. Das macht mich vielleicht verrückter als andere in meinem Alter, aber nicht weniger erwachsen.

das leben und so

Im Moment ist das Leben mal wieder ein wenig chaotisch. Nicht äußerlich, aber innerlich. Viele Dinge verändern sich und zwischen Abschieden, Lebensläufen und neuen Situationen fällt es mir gerade sehr schwer Ruhe zu finden. Dazu kommt noch mein fieser Freund Migräne, der gerade wieder sehr aufmüpfig auf meinen Nerven eine Polka tanzt. Aber es wäre ja auch viel zu langweilig, wenn nicht immer alles auf einmal kommen würde. In solchen Momenten hilft nur wenig…viel Schlaf, nette Menschen, leise Entspannungsmusik, ein paar hübsche Blümchen und dann Augen zu und durch. Im wahrsten Sinne des Wortes.

momente des lebens: cádiz


Cádiz, Spanien, 2008.

Im Spätsommer 2008 waren Lisa und ich in Spanien unterwegs. Mit einem gemieteten Smart kurvten wir über die löchrigen Straßen Andalusiens. Von Jerez über Sevilla, Córdoba, Málaga und Tarifa nach Cádiz. Wir haben viele ganz wundervolle Orte gesehen und nette Menschen kennengelernt. Cádiz ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Nicht nur weil wir im besten Hostel der Welt gewohnt haben, sondern weil Cádiz einfach so schön ist. Mit ihren kleinen Gassen, dem Atlantikwetter und der goldenen Domkuppel, die in der Sonne glänzt, hat sie mein Herz im Sturm erobert. Ich habe einfach eine Schwäche für Hafenstädte.

Spuren

Letze Woche war ich im Kino, um mir Spuren anzusehen. Eigentlich wollte ich ihn schon im April schauen, aber durch die USA Vorbereitungen ist das völlig untergegangen. Zum Glück zeigt unser Dorfkino immer den Film des Monats und im August war das Spuren.

Als ich 18 war, hatte ich eine Australien-Phase. Ich habe dieses Land förmlich aufgesaugt, habe Dokus geschaut, Bilder betrachtet und alles zum Thema gelesen, was mir in die Finger kam. So auch das Buch Spuren (Tracks) von Robyn Davidson. Die Geschichte einer jungen Frau, die mit Kamelen durch die Wüste Australiens zieht, hat mich gleich begeistert. Allein die Tatsache, dass es in Australien die meisten wild lebenden Kamele gibt, war für mich unfassbar. Ich erinnere mich, dass mich dieses Buch lange beschäftigt hat. Als ich letzten Dienstag das Kino verlassen habe, ging es mir genau so. Ich war wieder überwältigt von dieser Geschichte. Von dem Mut, den Robyn Davidson aufgebracht hat, um alleine die Wüste Australiens von Alice Springs zum Pazifik zu durchqueren. Wie sie alle Hindernisse überwunden hat, die sich ihr in den Weg gestellt haben. Wie sie trotz Verzweiflung und Einsamkeit immer weiter gegangen ist, bis sie schließlich mit ihren Kamelen am Saum des Ozeans stand. Es ist die berührende Geschichte einer mutigen, jungen Frau, die sich gar nicht als mutig empfand. Und auch die Geschichte der wunderbaren Menschen, die ihr geholfen haben ohne etwas dafür zu verlangen.

“Der Trip war einfach. Er war nicht gefährlicher, als von einer Straßenseite auf die andere zu gehen oder zum Strand zu fahren oder Erdnüsse zu essen. Ich habe zwei wichtige Dinge dabei gelernt: Man ist so stark und mächtig, wie man sich zu sein erlaubt. Und: Der schwierigste Teil eines Vorhabens ist der erste Schritt, die erste Entscheidung.”
(Robin Davidson: Spuren, 2002, S. 248)

momente des lebens


Catagena, Spanien, September 2011.

Ich erinnere mich als wäre es gestern. Nach einem langen Nachmittag in den Straßen von Catagena nahm mich Bella mit in ein kleines Hafenlokal, wo ich die beste Paella meines Lebens aß und meine Kindheitsphobie gegen Calamari heilte. Währen die Schiffe begleitet von hunderten Möwen in den Hafen einfuhren, saßen wir in Mitten der Spanier und genossen mit einem Tinto de Verano den Abend.

sommerliste

Der Sommer ist in vollem Gange und ich erwische mich bei dem Gedanken an kühlere Temperaturen. Das kommt hauptsächlich von den Spätfolgen meiner Sommergrippe mit fiesem Husten, die ich gerade noch auskuriere. Oder es zumindest versuche. Denn nächste Woche muss ich wieder fit sein für die Ferienspiele. Dann heißt es wieder Sommer, Sonne, frische Luft, basteln und Schwimmbad. Und ich freue mich schon darauf. Nach den Ferienspielen habe ich 4 Wochen frei, die ich mit Abenteuern füllen kann. Auf einigen Blogs habe ich Bucketlisten für den Sommer entdeckt. Und weil mir die Idee so gut gefällt, kommt hier meine Liste für viele schöne Sommerstunden.

10 Dinge für diesen Sommer

1) Das Meer sehen
Ja ich weiß, ich komme erst vom Pazifik zurück, aber vom Meer bekomme ich einfach nicht genug. Zum Glück ist meine Schwester gerade auf Fehmarn und hat mich eingeladen sie und Jazz dort zu besuchen. Um die Ruhe der Insel aufzusaugen und das Meer zu sehen. Um im Liegestuhl vor ihrem Bus ein Buch zu lesen. Und Zeit mit ihr zu verbringen, weil wir uns so lange nicht gesehen haben. (ist das echt schon über 3 Monate wieder her?)

2) Zeit mit alten Freunden verbringen
Ich habe dieses Jahr schon viele alte Freunde wieder gesehen. Freunde, die ich aus den Augen verloren hatte oder die ich nur selten sehe, weil sie weit weg wohnen. Aber mit alten Freunden ist es wie mit dem Meer, es ist jedes Mal wieder ein Fest sie zu sehen. Deshalb plane ich ein paar Reisen – nach Fehmarn zu meiner Schwester und zu Freunden nach Marburg, Bielefeld, Hamburg,…

3) Marmelade kochen
Bei Marmelade bin ich zickig. Ich esse nur selbst gemachte.  Gerade habe ich ein Gläschen Erdbeere von Freunden. Allerdings sind meine Vorräte langsam aufgebraucht. Deshalb muss ich da mal wieder ran. Kirsche auf jeden Fall, vielleicht Himbeere und Aprikose.

4) Viele Aprikosen essen
À propos Aprikose. Ich liebe Aprikosen. Am liebsten welche, die man auf französischen Märkten bekommt. Ganz dunkel und weich müssen sie sein. Und kräftig schmecken. Das ist dann ein Bisschen wie Urlaub im Mund.

5) Urlaubspostkarten schreiben
Ich bekomme total gerne Post. Aber ich schreibe auch gerne welche. Und ich freue mich schon darauf wieder Karten von diversen Orten an meine Freunde zu schicken.

6) Zeit auf meinem Balkon verbringen
Mein kleiner Balkon ist ein wenig verwaist. Ich nutze ihn so selten, weil er nach Süden raus geht und es im Sommer furchtbar heiß wird. Aber abends kann man schon auf dem Balkon sitzen. Letzte Woche habe ich sogar schon aufgeräumt und alles sauber gemacht.

7) Minestrone kochen
Mhhhh Minestrone. Wie glücklich mich diese Suppe doch macht. Wirsing muss da unbedingt rein. Ich koche Minestrone immer in einem riesigen Topf und friere dann alles Tütenweise für den Winter ein. Damit ich mich im Winter über den Sommer auf meinem Teller freuen kann.

8) Meditieren
Ich bin ein nervöses Huhn. Mittlerweile ist meine Aufmerksamkeitsspanne auf ein bedenkliches Minimum geschrumpft. Deshalb versuche ich den Tip meiner Yogalehrerin und übe mich im Meditieren. Ist gar nicht so einfach, aber es wird sicher besser.

9) Sternschnuppen jagen
Jedes Jahr verpasse ich die Nacht der Sternschnuppen. Diese ist 2014 am 12. August. Und dieses Jahr will ich mit einer Decke und einem netten Menschen der Dinge harren. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

10) einen schönen Hessenausflug machen
Ich kenne mein Bundesland erschreckend wenig. Es gibt im Rhein-Main Gebiet ganz wundervolle Orte und diese möchte ich erkunden.

i left my heart in san francisco 1

Diese Posts (es werden 3 oder 4) zu schreiben hat mich eine halbe Ewigkeit gekostet. Weil ich ein lachendes und ein weinendes Auge dabei habe. Weil mein Herz vor Freude hüpft und mich im nächsten Moment die Melancholie und das Fernweh packt. Weil ich meine kleine Berkeley Familie vermisse. Aber letztendlich überwiegt der Wunsch zu erzählen und Fotos zu zeigen, vom blauen Himmel, der rauen See und der City at the bay. Von freundlichen Menschen, gutem Essen und tollen Orten.

Lange konnte ich nicht glauben, dass ich tatsächlich fliegen würde. Alleine in die USA. Ich bin bisher nur einmal alleine geflogen, das war 2010 als ich für ein Auslandssemester in Schweden die Heimat verlassen habe. Und jetzt, 2014, fliege ich alleine nach San Francisco. Ich bin aufgeregt und nervös. Wird alles gut gehen? Wird die Umsteigezeit reichen? Wird man mir meine Schokolade abnehmen? Wie wird es sein Holly nach 4 Jahren wieder zu sehen? Werde ich mich mit ihrem Freund verstehen?
Im Vorfeld habe ich Reiseführer und Tips gegen den Jetlag gelesen. Ich habe Playlisten erstellt und lange über die Bücherfrage nachgedacht. Ich fliege von Frankfurt über Detroit nach San Francisco. Auf dem ersten Flug versuche ich zu schlafen und viel zu trinken, wie es geraten wird. In Detroit muss ich durch den Zoll. Mir werden Fingerabdrücke abgenommen und lustige Fragen gestellt, meine Schokolade darf ich behalten. Alles geht beeindrucken reibungslos von statten. Welcome to the USA. Nach 10 Minuten bin ich schon auf der anderen Seite, schmeiße mein Gepäck auf das nächste Gepäckband und gehe zum nächsten Gate. Die Zeit bis zum Anschlussflug vertreibe ich mir damit Detroit Rock City von Kiss zu hören, die New York Times zu lesen und einen grünen Saft zu trinken. In San Francisco finde ich den Ausgang nicht. Ich bin den Frankfurter Flughafen gewohnt und fühle mich in San Francisco wie damals am Flughafen in Alanya. Ich erinnere mich, dass Holly was von einem Zug namens BART erzählte und laufe den Schildern in diese Richtung nach. Nach einem kurzen SMS hin und her mit ihr gehen auch schon die Türen des Zuges auf und sie kommt auf mich zu gelaufen. Was für ein Moment, so merkwürdig und doch so vertraut. Holly und ich haben uns in einem Sprachkurs in Schweden vor 4 Jahren kennen gelernt. Während sich mein Studium schon dem Ende zu neigte, hatte sie gerade erst angefangen. Uns trennten einige Jahre, die Sprache und viele viele Kilometer. Und doch wurden wir Freunde, richtig gute sogar. Über 4 Jahre schrieben wir uns Emails, Briefe und Skypten, wann immer es die Zeit zuließ. Und jetzt steht sie wieder vor mir. Es ist kaum zu glauben, dass 4 Jahre vergangen sind. Sie ist ein wenig erwachsener geworden und meiner Meinung nach ein wenig gewachsen, aber vielleicht kommt mir das als Zwerg nur so vor. Wir fahren mit dem Zug nach Berkeley. Sitzen nebeneinander wie im Bus auf dem Weg nach Dalarna und reden. Erzählen uns, was in den letzten Wochen so passiert ist. Es ist als wäre keine Zeit vergangen. Gebannt schaue ich aus dem Fenster. In Berkeley laufen wir zu ihrem Haus. Ich verliebe mich sofort in die kleinen Häuschen mit ihren Verandas. Alles ist so anders als Zuhause.

In ihrer Wohnung begrüßen uns die Katzen. Eugene steht am Herd und kocht für uns. Er ist mir sofort sympathisch. Später verrät mir Holly, dass auch er Sorgen hatte, ob wir uns verstehen. Völlig Grundlos, wie sich zeigen wird.
Nach einer erholsamen Nacht auf der Kingsize Luftmatratze und einem leckeren Frühstück mit Ei zeigt mir Eugene die Uni und bringt mich zu Holly ins Labor. Ich bekomme Laser gezeigt und erklärt woran sie arbeitet. Trotz meiner grauenhaften Kenntnisse der Physik verstehe ich, worum es hier geht. Gemeinsam ziehen wir los und erkunden das Uni Gelände, fahren mit dem Aufzug auf den Glockenturm und kaufen uns Lunch.

Den restlichen Nachmittag verbringe ich in guter Gesellschaft meines Jetlags, der alle 20 Minuten auf den Plan tritt und eine Pause verlangt. Mir ist warm, ich habe Durst und fühle mich, als hätte ich die Nacht zuvor gefeiert. Das Wasser aus den Wasserspendern schmeckt nach Chlor. Ich besichtige alte Gebäude, laufe auf kleinen Wegen durch diese sehr grüne Uni und mache Ausflüge in die angrenzenden Straßen Berkeleys.

Das hier wird nun für drei Wochen mein Zuhause sein. Ich werde hier den besten Veggi-Burger meines Lebens essen und das leckerste Vanille-Milchshake trinken. Ich werde Socken, Bücher und Secondhand-Kleidung kaufen. Sogar ein Lieblings-Café werde ich haben. Nach kürzester Zeit finde ich mich zurecht, ich kenne meine Wege und fühle mich wohl. Ich mag diese Stadt und die vielen Studenten. An zwei Dinge kann ich mich allerdings nicht gewöhnen: die Verrückten und die merkwürdigen Eichhörnchen, die in Berkeley eine Plage sind.

 

ruhepol

Am Wochenende war ich meine Mama und ihren Mann in der Pfalz besuchen. Die beiden wohnen in einem kleinen Haus in einem Dörfchen, welches von noch mehr Dörfern umringt ist. Es gibt nicht viel dort und doch ist es für ein so kleines Dorf beachtlich. Ein Weingut mit Ausschank, ein Café, einen Blumenladen, eine Apotheke, eine Bäckerei, zwei Restaurants, Ferienwohnungen und im Sommer einen Eiswagen. Es ist ein wunderbarer Ort, um sich zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. Um gutes Essen und guten Wein zu genießen. Um auszuschlafen und ein gutes Buch zu lesen.
Jetzt arbeite ich ganz fleißig an meinem Post über San Francisco (endlich werden da einige sagen) und daran neue Ideen umzusetzen.
Bis dahin wünsche ich euch ein schönes, sonniges Wochenende,
eure Nina