das leben und so

Im Moment ist das Leben mal wieder ein wenig chaotisch. Nicht äußerlich, aber innerlich. Viele Dinge verändern sich und zwischen Abschieden, Lebensläufen und neuen Situationen fällt es mir gerade sehr schwer Ruhe zu finden. Dazu kommt noch mein fieser Freund Migräne, der gerade wieder sehr aufmüpfig auf meinen Nerven eine Polka tanzt. Aber es wäre ja auch viel zu langweilig, wenn nicht immer alles auf einmal kommen würde. In solchen Momenten hilft nur wenig…viel Schlaf, nette Menschen, leise Entspannungsmusik, ein paar hübsche Blümchen und dann Augen zu und durch. Im wahrsten Sinne des Wortes.

momente des lebens: cádiz


Cádiz, Spanien, 2008.

Im Spätsommer 2008 waren Lisa und ich in Spanien unterwegs. Mit einem gemieteten Smart kurvten wir über die löchrigen Straßen Andalusiens. Von Jerez über Sevilla, Córdoba, Málaga und Tarifa nach Cádiz. Wir haben viele ganz wundervolle Orte gesehen und nette Menschen kennengelernt. Cádiz ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben. Nicht nur weil wir im besten Hostel der Welt gewohnt haben, sondern weil Cádiz einfach so schön ist. Mit ihren kleinen Gassen, dem Atlantikwetter und der goldenen Domkuppel, die in der Sonne glänzt, hat sie mein Herz im Sturm erobert. Ich habe einfach eine Schwäche für Hafenstädte.

Spuren

Letze Woche war ich im Kino, um mir Spuren anzusehen. Eigentlich wollte ich ihn schon im April schauen, aber durch die USA Vorbereitungen ist das völlig untergegangen. Zum Glück zeigt unser Dorfkino immer den Film des Monats und im August war das Spuren.

Als ich 18 war, hatte ich eine Australien-Phase. Ich habe dieses Land förmlich aufgesaugt, habe Dokus geschaut, Bilder betrachtet und alles zum Thema gelesen, was mir in die Finger kam. So auch das Buch Spuren (Tracks) von Robyn Davidson. Die Geschichte einer jungen Frau, die mit Kamelen durch die Wüste Australiens zieht, hat mich gleich begeistert. Allein die Tatsache, dass es in Australien die meisten wild lebenden Kamele gibt, war für mich unfassbar. Ich erinnere mich, dass mich dieses Buch lange beschäftigt hat. Als ich letzten Dienstag das Kino verlassen habe, ging es mir genau so. Ich war wieder überwältigt von dieser Geschichte. Von dem Mut, den Robyn Davidson aufgebracht hat, um alleine die Wüste Australiens von Alice Springs zum Pazifik zu durchqueren. Wie sie alle Hindernisse überwunden hat, die sich ihr in den Weg gestellt haben. Wie sie trotz Verzweiflung und Einsamkeit immer weiter gegangen ist, bis sie schließlich mit ihren Kamelen am Saum des Ozeans stand. Es ist die berührende Geschichte einer mutigen, jungen Frau, die sich gar nicht als mutig empfand. Und auch die Geschichte der wunderbaren Menschen, die ihr geholfen haben ohne etwas dafür zu verlangen.

“Der Trip war einfach. Er war nicht gefährlicher, als von einer Straßenseite auf die andere zu gehen oder zum Strand zu fahren oder Erdnüsse zu essen. Ich habe zwei wichtige Dinge dabei gelernt: Man ist so stark und mächtig, wie man sich zu sein erlaubt. Und: Der schwierigste Teil eines Vorhabens ist der erste Schritt, die erste Entscheidung.”
(Robin Davidson: Spuren, 2002, S. 248)

momente des lebens


Catagena, Spanien, September 2011.

Ich erinnere mich als wäre es gestern. Nach einem langen Nachmittag in den Straßen von Catagena nahm mich Bella mit in ein kleines Hafenlokal, wo ich die beste Paella meines Lebens aß und meine Kindheitsphobie gegen Calamari heilte. Währen die Schiffe begleitet von hunderten Möwen in den Hafen einfuhren, saßen wir in Mitten der Spanier und genossen mit einem Tinto de Verano den Abend.

sommerliste

Der Sommer ist in vollem Gange und ich erwische mich bei dem Gedanken an kühlere Temperaturen. Das kommt hauptsächlich von den Spätfolgen meiner Sommergrippe mit fiesem Husten, die ich gerade noch auskuriere. Oder es zumindest versuche. Denn nächste Woche muss ich wieder fit sein für die Ferienspiele. Dann heißt es wieder Sommer, Sonne, frische Luft, basteln und Schwimmbad. Und ich freue mich schon darauf. Nach den Ferienspielen habe ich 4 Wochen frei, die ich mit Abenteuern füllen kann. Auf einigen Blogs habe ich Bucketlisten für den Sommer entdeckt. Und weil mir die Idee so gut gefällt, kommt hier meine Liste für viele schöne Sommerstunden.

10 Dinge für diesen Sommer

1) Das Meer sehen
Ja ich weiß, ich komme erst vom Pazifik zurück, aber vom Meer bekomme ich einfach nicht genug. Zum Glück ist meine Schwester gerade auf Fehmarn und hat mich eingeladen sie und Jazz dort zu besuchen. Um die Ruhe der Insel aufzusaugen und das Meer zu sehen. Um im Liegestuhl vor ihrem Bus ein Buch zu lesen. Und Zeit mit ihr zu verbringen, weil wir uns so lange nicht gesehen haben. (ist das echt schon über 3 Monate wieder her?)

2) Zeit mit alten Freunden verbringen
Ich habe dieses Jahr schon viele alte Freunde wieder gesehen. Freunde, die ich aus den Augen verloren hatte oder die ich nur selten sehe, weil sie weit weg wohnen. Aber mit alten Freunden ist es wie mit dem Meer, es ist jedes Mal wieder ein Fest sie zu sehen. Deshalb plane ich ein paar Reisen – nach Fehmarn zu meiner Schwester und zu Freunden nach Marburg, Bielefeld, Hamburg,…

3) Marmelade kochen
Bei Marmelade bin ich zickig. Ich esse nur selbst gemachte.  Gerade habe ich ein Gläschen Erdbeere von Freunden. Allerdings sind meine Vorräte langsam aufgebraucht. Deshalb muss ich da mal wieder ran. Kirsche auf jeden Fall, vielleicht Himbeere und Aprikose.

4) Viele Aprikosen essen
À propos Aprikose. Ich liebe Aprikosen. Am liebsten welche, die man auf französischen Märkten bekommt. Ganz dunkel und weich müssen sie sein. Und kräftig schmecken. Das ist dann ein Bisschen wie Urlaub im Mund.

5) Urlaubspostkarten schreiben
Ich bekomme total gerne Post. Aber ich schreibe auch gerne welche. Und ich freue mich schon darauf wieder Karten von diversen Orten an meine Freunde zu schicken.

6) Zeit auf meinem Balkon verbringen
Mein kleiner Balkon ist ein wenig verwaist. Ich nutze ihn so selten, weil er nach Süden raus geht und es im Sommer furchtbar heiß wird. Aber abends kann man schon auf dem Balkon sitzen. Letzte Woche habe ich sogar schon aufgeräumt und alles sauber gemacht.

7) Minestrone kochen
Mhhhh Minestrone. Wie glücklich mich diese Suppe doch macht. Wirsing muss da unbedingt rein. Ich koche Minestrone immer in einem riesigen Topf und friere dann alles Tütenweise für den Winter ein. Damit ich mich im Winter über den Sommer auf meinem Teller freuen kann.

8) Meditieren
Ich bin ein nervöses Huhn. Mittlerweile ist meine Aufmerksamkeitsspanne auf ein bedenkliches Minimum geschrumpft. Deshalb versuche ich den Tip meiner Yogalehrerin und übe mich im Meditieren. Ist gar nicht so einfach, aber es wird sicher besser.

9) Sternschnuppen jagen
Jedes Jahr verpasse ich die Nacht der Sternschnuppen. Diese ist 2014 am 12. August. Und dieses Jahr will ich mit einer Decke und einem netten Menschen der Dinge harren. Hoffentlich spielt das Wetter mit.

10) einen schönen Hessenausflug machen
Ich kenne mein Bundesland erschreckend wenig. Es gibt im Rhein-Main Gebiet ganz wundervolle Orte und diese möchte ich erkunden.

i left my heart in san francisco 1

Diese Posts (es werden 3 oder 4) zu schreiben hat mich eine halbe Ewigkeit gekostet. Weil ich ein lachendes und ein weinendes Auge dabei habe. Weil mein Herz vor Freude hüpft und mich im nächsten Moment die Melancholie und das Fernweh packt. Weil ich meine kleine Berkeley Familie vermisse. Aber letztendlich überwiegt der Wunsch zu erzählen und Fotos zu zeigen, vom blauen Himmel, der rauen See und der City at the bay. Von freundlichen Menschen, gutem Essen und tollen Orten.

Lange konnte ich nicht glauben, dass ich tatsächlich fliegen würde. Alleine in die USA. Ich bin bisher nur einmal alleine geflogen, das war 2010 als ich für ein Auslandssemester in Schweden die Heimat verlassen habe. Und jetzt, 2014, fliege ich alleine nach San Francisco. Ich bin aufgeregt und nervös. Wird alles gut gehen? Wird die Umsteigezeit reichen? Wird man mir meine Schokolade abnehmen? Wie wird es sein Holly nach 4 Jahren wieder zu sehen? Werde ich mich mit ihrem Freund verstehen?
Im Vorfeld habe ich Reiseführer und Tips gegen den Jetlag gelesen. Ich habe Playlisten erstellt und lange über die Bücherfrage nachgedacht. Ich fliege von Frankfurt über Detroit nach San Francisco. Auf dem ersten Flug versuche ich zu schlafen und viel zu trinken, wie es geraten wird. In Detroit muss ich durch den Zoll. Mir werden Fingerabdrücke abgenommen und lustige Fragen gestellt, meine Schokolade darf ich behalten. Alles geht beeindrucken reibungslos von statten. Welcome to the USA. Nach 10 Minuten bin ich schon auf der anderen Seite, schmeiße mein Gepäck auf das nächste Gepäckband und gehe zum nächsten Gate. Die Zeit bis zum Anschlussflug vertreibe ich mir damit Detroit Rock City von Kiss zu hören, die New York Times zu lesen und einen grünen Saft zu trinken. In San Francisco finde ich den Ausgang nicht. Ich bin den Frankfurter Flughafen gewohnt und fühle mich in San Francisco wie damals am Flughafen in Alanya. Ich erinnere mich, dass Holly was von einem Zug namens BART erzählte und laufe den Schildern in diese Richtung nach. Nach einem kurzen SMS hin und her mit ihr gehen auch schon die Türen des Zuges auf und sie kommt auf mich zu gelaufen. Was für ein Moment, so merkwürdig und doch so vertraut. Holly und ich haben uns in einem Sprachkurs in Schweden vor 4 Jahren kennen gelernt. Während sich mein Studium schon dem Ende zu neigte, hatte sie gerade erst angefangen. Uns trennten einige Jahre, die Sprache und viele viele Kilometer. Und doch wurden wir Freunde, richtig gute sogar. Über 4 Jahre schrieben wir uns Emails, Briefe und Skypten, wann immer es die Zeit zuließ. Und jetzt steht sie wieder vor mir. Es ist kaum zu glauben, dass 4 Jahre vergangen sind. Sie ist ein wenig erwachsener geworden und meiner Meinung nach ein wenig gewachsen, aber vielleicht kommt mir das als Zwerg nur so vor. Wir fahren mit dem Zug nach Berkeley. Sitzen nebeneinander wie im Bus auf dem Weg nach Dalarna und reden. Erzählen uns, was in den letzten Wochen so passiert ist. Es ist als wäre keine Zeit vergangen. Gebannt schaue ich aus dem Fenster. In Berkeley laufen wir zu ihrem Haus. Ich verliebe mich sofort in die kleinen Häuschen mit ihren Verandas. Alles ist so anders als Zuhause.

In ihrer Wohnung begrüßen uns die Katzen. Eugene steht am Herd und kocht für uns. Er ist mir sofort sympathisch. Später verrät mir Holly, dass auch er Sorgen hatte, ob wir uns verstehen. Völlig Grundlos, wie sich zeigen wird.
Nach einer erholsamen Nacht auf der Kingsize Luftmatratze und einem leckeren Frühstück mit Ei zeigt mir Eugene die Uni und bringt mich zu Holly ins Labor. Ich bekomme Laser gezeigt und erklärt woran sie arbeitet. Trotz meiner grauenhaften Kenntnisse der Physik verstehe ich, worum es hier geht. Gemeinsam ziehen wir los und erkunden das Uni Gelände, fahren mit dem Aufzug auf den Glockenturm und kaufen uns Lunch.

Den restlichen Nachmittag verbringe ich in guter Gesellschaft meines Jetlags, der alle 20 Minuten auf den Plan tritt und eine Pause verlangt. Mir ist warm, ich habe Durst und fühle mich, als hätte ich die Nacht zuvor gefeiert. Das Wasser aus den Wasserspendern schmeckt nach Chlor. Ich besichtige alte Gebäude, laufe auf kleinen Wegen durch diese sehr grüne Uni und mache Ausflüge in die angrenzenden Straßen Berkeleys.

Das hier wird nun für drei Wochen mein Zuhause sein. Ich werde hier den besten Veggi-Burger meines Lebens essen und das leckerste Vanille-Milchshake trinken. Ich werde Socken, Bücher und Secondhand-Kleidung kaufen. Sogar ein Lieblings-Café werde ich haben. Nach kürzester Zeit finde ich mich zurecht, ich kenne meine Wege und fühle mich wohl. Ich mag diese Stadt und die vielen Studenten. An zwei Dinge kann ich mich allerdings nicht gewöhnen: die Verrückten und die merkwürdigen Eichhörnchen, die in Berkeley eine Plage sind.

 

ruhepol

Am Wochenende war ich meine Mama und ihren Mann in der Pfalz besuchen. Die beiden wohnen in einem kleinen Haus in einem Dörfchen, welches von noch mehr Dörfern umringt ist. Es gibt nicht viel dort und doch ist es für ein so kleines Dorf beachtlich. Ein Weingut mit Ausschank, ein Café, einen Blumenladen, eine Apotheke, eine Bäckerei, zwei Restaurants, Ferienwohnungen und im Sommer einen Eiswagen. Es ist ein wunderbarer Ort, um sich zu erholen und neue Kraft zu schöpfen. Um gutes Essen und guten Wein zu genießen. Um auszuschlafen und ein gutes Buch zu lesen.
Jetzt arbeite ich ganz fleißig an meinem Post über San Francisco (endlich werden da einige sagen) und daran neue Ideen umzusetzen.
Bis dahin wünsche ich euch ein schönes, sonniges Wochenende,
eure Nina 

alle für einen, einer für alle

In den letzten Wochen ist an meiner Grundschule das WM-Fieber ausgebrochen. König Fußball regiert die Gespräche der Kinder, Wetten laufen und kleine Streitigkeiten kommen auf (“Deutschland gewinnt” “Aber die Argentinier haben Messi”). Es werden Fußballbildchen getauscht und Karten gespielt. Einige sind für Brasilien oder Argentinien, aber der Großteil ist für Deutschland. Was schön ist, denn ich arbeite an einer Grundschule, deren Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund bei über 95% liegt. Die Klassen sind bunt gemischt, wie die Hände auf dem Foto. Die Eltern der Kinder kommen aus Marokko, Pakistan, der Türkei, Indien, Albanien und Afghanistan. Noch vor 4 Jahren waren die wenigsten meiner Kids für Deutschland. Sie hielten zu Portugal, weil sie Ronaldo für den besten Spieler aller Zeiten halten (außer ein Junge, der doch tatsächlich die Frage nach dem besten Spieler mit “Pelé oder Zidane” beantwortete). Dieses Mal ist alles anders. Dieses Mal kommen sie ganz stolz zu mir und rufen schon von weitem “Frau Daum, ich bin für Deutschland”. Natürlich haben die wenigsten meiner Kids wirklich Ahnung, ob eine Mannschaft gut oder schlecht spielt. Dass sie trotzdem für Deutschland sind, macht mich glücklich. Weil es mir zeigt, dass sie sich hier wohlfühlen und dazu gehören. Und für mich tun sie das schon immer. Ich liebe das bunte Potpourri meiner Heimat. Die vielen verschiedenen Sprachen, die durch die offenen Fenster auf die Straßen dringen. Die tollen Gerüche von denen ich nicht weiß, welchem Gericht ich sie zuordnen soll. Die bunt gemischten Kinder, die auf der Straße Fußball spielen. Ich liebe den türkischen Supermarkt, in dem ich Früchte, Minze, Baklava und Ayran kaufe, und das thailändische Restaurant an der Ecke genauso sehr, wie das urdeutsche Café, in dem ich sonntags Kuchen esse. Ich finde es schön, dass die Welt hier ein Bisschen mehr zusammen gerückt ist und Nationen, die woanders Krieg gegeneinander führen, friedlich als Nachbarn leben können. Und ich finde es schön, dass meine Kids zuhause mit ihren Eltern vor dem Fernseher sitzen und die deutsche Nationalmannschaft anfeuern, genau wie ich es mit meinen Eltern tue. Denn trotz der unterschiedlichen Nationalitäten, Hautfarben und Religionen sind wir doch alle gleich.

kw25

gesehen: mehr Fußball
gelesen: Bist du noch wach?
gekauft: neue Bücherfreunde
selbst gemacht: Kartoffelchips
getrunken: Fassbrause
gefreut über: Verabredungen mit netten Menschen
vermisst: erholsamen Schlaf
verliebt in: alle meine Päckchen ankommen
glücklich weil: soviel Fußball

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mach mal ne pause

Vor kurzem habe ich mit einem Freund ein wenig Brainstorming betrieben und dabei kam eine neue Blogplanung raus. Mittwochs gibt es hier jetzt immer eine Kleinigkeit. Was zum Wohlfühlen, Aufatmen und Inspirieren lassen. Den Anfang macht die neue Serie “Mach mal ne Pause” über die kleinen Auszeiten vom Alltag. Heute über das Frühstücken

Früher war ich ja so ein richtiger Frühstücks-Muffel. Während der Schulzeit habe ich in Aussicht auf die Busfahrt zur Schule morgens keinen Bissen runter bekommen. Gefrühstückt wurde dann in der 1. großen Pause, irgendein Brot auf dem Weg von einem Klassenraum zum nächsten. Auch während der Unizeit war an Frühstück vor der ersten Vorlesung um 8 Uhr undenkbar. Der Zug fuhr um 6:58 Uhr, aufstehen musste ich um 6.
In den letzten Jahren habe ich mich allerdings zu einem richtigen Frühstücks-Fan entwickelt. Ich freue mich schon abends auf meine Haferflocken mit Nüssen, Obst und Joghurt. Ja, ich weiß, das klingt schrecklich gesund. Aber ist auch furchtbar lecker und man startet tatsächlich fitter und vitaler in den Tag.
Zum Trinken gibt es übrigens keinen Kaffee (das macht mich morgens schon viel zu hibbelig) sondern Tee, Saft oder grünen Smoothie.
Jetzt werden einige sagen “Frühstücken? Nee das ist nichts für mich”. Hab ich auch gedacht und wurde eines Besseren belehrt. Für mich ist das Frühstück eine Auszeit im hektischen Alltag. Zeit, die ich mir nehme. Zeit um einfach nur was leckeres zu genießen, in den Garten zu gucken oder ein wenig Zeitung zu lesen. Im Sommer sitze ich gerne auf der Bank vor dem Haus und lasse mir die Sonne ins Gesicht scheinen. Und die Zeit für diese kleine Pause nehme ich mir einfach.