what katie ate

Mit Katies Kochbuch habe ich schon sehr lange geliebäugelt. Ich habe es mir zum Geburtstag und zu Weihnachten gewünscht und nachdem sich keiner meinem Wunsch erbarmt hat, habe ich es mir kurzerhand selbst gekauft. Als Belohnung für die bestandenen schriftlichen Prüfungen.

Meine Familie schüttelt immer verwirrt den Kopf, wenn ich von meinem neusten erbeuteten Kochbuch erzähle, weil ich nie so die große Köchin war. Aber Dinge können sich ja ändern. Außerdem empfinde ich Kochbücher lesen als eine Art Urlaub. Urlaub vom Alltag. Und Katies Fotos sind einfach wunderschön anzusehen. Und die Rezepte klingen ganz wunderbar. Ich würde sie am liebsten alle sofort ausprobieren. Angefangen mit der himmlischen Erdbeer-Basilikum Eiscreme…mhhhhh.

Katie hat übrigens auch einen Blog auf dem sie über Essen schreibt: What Katie ate. Zur Zeit arbeitet sie an ihrem zweiten Kochbuch, was ich schon sehnsüchtig erwarte.

Und ihr? Lest ihr auch so gerne Kochbücher wie ich?
Alles Liebe,
Nina

waffeln deluxe

Mit Waffeln ist die Welt viel schöner. Wenn es dazu noch Kirschsaft gibt, umso besser.
Waffeln sind seit frühster Kindheit meine Helden. Es gab sie immer im Kindertheater, mit Puderzucker. Meine Mama und ihre Freundin haben viele Jahre lang das Kindertheater bei uns in der Stadt organisiert. Aufgeregt haben wir vor der Tür gewartet, um uns Der Maulwurf und die Fiedelgrille oder andere ganz wunderbare Puppentheater-Stücke anzugucken. Damit das Warten nicht so lange dauerte, gab es Waffeln. Das Rezept begleitet mich mein ganzes Leben. Egal ob klassisch mit Puderzucker oder mit Kirschen und Schlag, herzförmig müssen sie sein.
Und weil geteiltes Glück doppeltes Glück ist, verrate ich euch das Rezept.

Kindertheater Waffeln
(für viele Waffeln)

200g Zucker
1Pk Vanillezucker
250g Margarine
500g Mehl
1 Pk Backpulver
1/2 L Wasser
2 Eier
1 Prise Salz
(Zitronenschale)

Zucker, Vanillezucker und Margarine schaumig rühren. Mehl und Backpulver mischen und einrühren. Anschließend Wasser, Eier und Salz hinzugeben. Im Waffeleisen goldbraun backen.

Ihr seht, es ist Kinderleicht. Und wunderbar wenn Freunde kommen.

Alles Liebe,
Nina

4 tage glück für 99 cent

Während meiner Lernphase habe ich ihn für mich entdeckt, den Granatapfel.
Ich stand im Supermarkt und beäugte die Obstauslage. Nachdem ich irgendwann den fatalen Fehler gemacht hatte irgendwelche Südfrüchte von lustiger Form und Farbe zu kaufen und danach bitterlich enttäuscht war, habe ich lange einen Bogen um unbekannte Obstsorten gemacht. Aber an diesem Tag fühlte ich mich ein wenig abenteuerlich und 99 Cent empfand ich als Schnäppchen. Also rein in den Korb damit und ab nach Hause.

Doch dann stand ich vor dem nächsten Problem. Wie schält man so einen Granatapfel??? Was macht Frau von Welt, wenn sie etwas nicht weiß? Richtig, erstmal Mama anrufen.
“Mama, ich hab da so nen Granatapfel gekauft und weiß gar nicht wie man den schält.”
“Ach Kind, wie hast du es nur auf die Uni geschafft? Du musst oben die Dolde rausschneiden, rundherum einschneiden wie bei einer Orange und die Frucht mit den Händen auseinander ziehen. Dann kannst du die Kerne ganz leicht heraus lösen.”

Das sagt sie so einfach, als ob es ein Kinderspiel wäre. Und das war es letztendlich auch. (Eine Schürze sollte man trotzdem besser tragen!!!)
Die Kerne streue ich gerne auf mein Müsli mit Joghurt am Morgen. In einer Dose im Kühlschrank reicht ein Granatapfel für 4 Tage. Und so ein Frühstück macht verdammt glücklich.

Und was macht euch so glücklich am Morgen?
Lasst es euch gut gehen, immer
eure Nina

Die Geschichte hat noch einen zweiten Akt. Meine Schwester Sophie war hier und verliebte sich in den Granatapfel zum Frühstück. Vor einiger Zeit rief sie an und fragte:
“Sag mal, wie schält man nochmal den Granatapfel? Kannste da nicht mal was auf deinem Blog drüber schreiben?”

Klar kann ich! Und für dich (und alle die auch mit dem Granatapfel hadern) sogar mit Fotos.

 

 

weihnachtsbäckerei ii

Seid ihr auch schon in den vorweihnachtlichen Stress verfallen? Jedes Jahr schwöre ich mir, dass das alles gaaaanz easy und gelassen wird und dann schwuppdiwupp ist schon fast Weihnachten und das Panikmännchen rennt im Kreis. Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich habe noch sooo viel zu tun. Zum Glück gibt es ja Plätzchen, die mich durch so manche Panikattacke hindurch bringen. (Was eine Überleitung)

Auf meiner Backliste stehen jedes Jahr wieder ganz verlässlich die Bethmännchen. Eine Frankfurter Spezialität mit Marzipan. Benannt wurden die übrigens nach dem Frankfurter Bankier Bethmann und die Mandelhälften symbolisieren der Legende nach seine Söhne. Für mich als Südhessin und bekennende Marzipanliebhaberin gehören Bethmännchen unbedingt zu Weihnachten dazu. Gebacken werden sie nach dem Familienrezept, von dem keiner mehr so genau weiß, woher es eigentlich stammt. Wir machen immer die doppelte Menge, weil selbst die sehr schnell weg gemampft ist.

Frankfurter Bethmännchen

250g Marzipanromasse
80g Puderzucker
1 EL Mehl
1 Eiweiß
1 Eigelb
100g geschälte und halbierte Mandeln

Marzipan, Puderzucker, Mehl und Eiweiß zu einem Teig verkneten (Achtung: sehr klebrig). Diesen mindestens 30 Minuten in den Kühlschrank stellen. Kleine Kugeln formen, mit Eigelb bepinseln und pyramiedenförmig je drei Mandeln auf die Kugeln drücken. Das Ganze auf einem Blech mit Backpapier bei 120-130 Grad für 25-30 Minuten backen (Heißluft).

weihnachtsbäckerei i

Ich weiß nicht wie es euch geht, aber ich fühle mich noch so gar nicht weihnachtlich. Draußen ist es noch herbstlich lau und ich vermisse den schwedischen Dezember 2010 mit seinen Schneebergen und winterlichen -20 Grad. Ja das ist vielleicht übertrieben, aber damals habe ich mich sehr weihnachtlich gefühlt mit all den Lichtern und dem Weiß.

Trotz der fehlenden Weihnachtlichkeit habe ich gestern einen Back-Marathon gestartet und in einem Rutsch alle Plätzchen weggebacken. Und damit ihr auch was davon habt und es vielleicht ein wenig weihnachtlicher wird, gibts jetzt Teil 1 der Weihnachtsbäckerei. Den Anfang machen Zimtsterne, die ich sehr liebe, weil sie so schön knatschig sind.

Zimtsterne
 Der Teig reicht für ziemlich viele Zimtsterne, bei Bedarf also lieber nur die Hälfte nehmen.

3 Eiweiß
250g Puderzucker (gesiebt)
1 Pk. Vanillezucker
4 Tropfen Bittermandelöl
1 TL Zimt
350-400g gemahlene Mandeln

Eiweiß steif schlagen und den Puderzucker unterheben. 4 Esslöffel vom Eischnee beiseite stellen.
Vanillezucker, Zimt und Bittermandelöl unterrühren. Nach und nach so viel Mandeln unterheben, bis er nicht mehr klebt.
Den Teig 1/2 Zentimeter dick zwischen Klarsichtfolie ausrollen und 15 Minuten in den Kühlschrank legen. Die Zimtsterne mit einem kleinen Sternausstecher ausstechen und mit der Schneemasse bestreichen. Die erste Fuhre bei 125° 15 Minuten backen, danach die Hitze auf 100° reduzieren.

vanillekipferln

Ich suche seit Ewigkeiten nach einem guten Rezept für Vanillekipferln. Irgendwas war immer falsch. Die einen waren nicht vanillig genug, die anderen sind bereits beim Angucken zerbröselt und die dritten ließen sich gar nicht erst rollen. Irgendwann hatte ich genug und habe von allen Rezepten ein Bisschen was genommen und ein eigenes zusammen gestellt. Es ist noch nicht perfekt, aber nahe dran. Und weil Teilen so schön ist, bekommt ihr es jetzt auch.

Zutaten:
200g Mehl
50g Mondamin
80-100g Puderzucker
1 Päckchen  Vanillezucker
1 Vanilleschote
2 Eigelb
200g Butter
100g gemahlene Mandeln

Zum Bestäuben nach Belieben Puderzucker oder Zucker

Mehl, Mondamin, Puderzucker und Vanillezucker vermischen und in eine Mulde die zwei Eigelb geben. Die Butter in Stücke schneiden und auf die Zutaten legen. Anschließend die Mandeln darüber schütten und alles zu einem Teig verkneten. Aus dem Teig kleine Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben. Die Kipferl bei 200 Grad 10 Minuten backen lassen, direkt nach dem Backen in Puderzucker, bzw. Zucker, wälzen und anschließend auf einem Rost auskühlen lassen.

 

munteres plätzchen gebacke

Ich bin gerade zu Besuch in Würzburg bei meiner Schwester. Erholen und Dinge tun, zu denen man sonst nie kommt. Wie Plätzchen backen (und dank Sophie sogar gute Fotos davon haben).
Das Rezept stammt aus meinem Kinderbackbuch von Ravensburger und die tolle Teekannen-Ausstechform habe ich zum Nikolaus geschenkt bekommen (zusammen mit dem Ausstecher für die Tassenrand-Spalten).

(Fotos: Sophie)

Omas Kaffeegebäck (für ca. 50 Stück)
375g Mehl
125g Mondamin
1/2 Päckchen Backpulver
120g Zucker
2 Eier
250g Margarine

Das Mehl mit Mondamin und Backpulver vermischen. In eine Mulde Zucker und Eier geben und kurz vermischen. Die Butter dazu geben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Die Plätzchen ausstechen und auf eine Blech mit Backpapier legen. Bei 175 Grad 10 Minuten backen.

Für Anti-Puristen: 250g Puderzucker mit 4-5 Esslöffeln Zitronensaft mischen. Die Plätzchenbestreichen und anschließend mit bunten Zuckerstreußeln und -herzen verzieren.

Ein schönes drittes Adventswochenende
Eure Nina